Heizung Sanitär Klempner
Heizung Sanitär Klempner
Keller Haustechnik Riesa
Keller HaustechnikRiesa 

Lexikon

Auf dieser Seite versuche ich in loser Folge Fachbegriffe und  "Alltagsprobleme" zu beleuchten, die von allgemeinen Interesse sein könnten.

A

 

Ausfall von Heizflächen

Ein immer häufiger auftretendes Problem im Reparaturalltag ist der Ausfall von Heizflächen.

Die eingesetzten Materialien in den Anlagen haben verschiedene chemische Wertigkeiten, wodurch es zu Oxid-(Rost) bildung kommt.

Dazu gesellt sich Magnetit- (durch eisenhaltige Bauteile) und Kalkausfall (im Wasser gelöste Mineralien). Diese Problematik erkennt man an tintenähnlichem, schwarzem Heizungswasser.

Bakterien (erkennbar an ständig vorhandener „Luft“ in der Anlage sowie übler, fauliger Gestank beim entlüften) bilden Schwefelwasserstoffe und führen zu Korrosion.

Über Jahre führen diese Prozesse erst zur Blockade von Stell-und Regelgliedern, z.B. Stellventilen von Fußbodenheizungen und Thermostaten, später zum gänzlichen Verschluss von Rohrleitungen (besonders bei Fußbodenheizungen). Letzteres ist irreparabel.

 Abhilfe

 Generell müssen Neuanlagen mit aufbereitetem Wasser befüllt werden.

Bei bestehenden Anlagen mit oben genannten Symptomen, oder wenn sich gewünschte Raumtemperaturen nur noch mit erhöhten Vorlauftemperaturen erreichen lassen, besteht  dringender Handlungsbedarf!

 Zunächst wird die Anlage chemisch gereinigt und von Ablagerungen befreit. Nach erfolgter Neutralisation wird mit speziell aufbereitetem Wasser neu befüllt und nach angemessener Zeit labortechnisch kontrolliert.

Die Kosten sind im Gegensatz zu einem Totalausfall eher überschaubar und abhängig von der Anlagengröße (in der Regel unter 1000 €).

weiterführende Infos: www.purath-wassertechnologie.de

Die Ablagerungen (auf dem Putzlappen) kommen aus dem Wärmetauscher des untergestellten Boilers (150L). Der WT selbst hat nur einen Inhalt von ca. 2L!

B

Boiler

ursprünglich Gasdurchlauferhitzer

Sammelbegriff für Warmwasserbereiter, wird Trinkwasser über 10°C erwärmt spricht man von Brauchwasser

Brennwert

eine offene (atmosphärische) Flamme führt die Abgase mittels Wärme (>150^C) nach oben ab und versorgt sich so mit frischem Sauerstoff aus der Umgebung (Kamineffekt). Dieser Teil der Flammenenergie galt bisher als verloren und man setze zu Berechnungen den verbliebenen Heizwert als 100% an.

Moderne Heizkessel (Brennwertkessel) nutzen diesen Anteil des Energiegehaltes eines Brennstoffs mit und kommen somit auf Wirkungsgrade von weit über 100%.

 

C

COP-Zahl

gibt Wirkungsgrad von Wärmepumpen an.

zB. COP 1:3, aus 1 KWH Strom werden 3 KWH Wärmeenergie generiert

E

 

Energieausweis

Der  Energieausweis beschreibt den energetischen Zustand eines Gebäudes und macht es an Hand von Kennzahlen vergleichbar mit anderen Immobilien (ähnlich wie die Verbrauchsangaben beim KFZ-Kauf). Ein Ausweis muß bei Vermietung und Verkauf eines Gebäudes vorgelegt werden!

Man unterscheidet grundsätzlich in Bedarfs-und Verbrauchsausweise.

 

Der Verbrauchsausweis stützt seine Aussagen auf den gemittelten Energieverbrauch eines Gebäudes vergangener Jahre. Das ist verständlicherweise sehr nutzer- und vermietungsgradabhängig. Ein leerstehendes Gebäude kann so schnell zum "Energiesparhaus" werden...

 

Im Gegensatz dazu werden beim Bedarfsausweis alle relevanten Faktoren, die die Energiebilanz eines Gebäudes beeinflussen berechnet. So der Widerstand der Gebäudehülle (Aufbau der Außenwände, Fenster, Dach, Bodenplatte usw.) wie auch die Art der Warmwasserbereitung, der Raumbeheizung, also die Qualität der Haustechnik. Dieser Energieausweis ist aufwendiger zu erstellen (was auch honoriert werden muß), die Vorteile liegen jedoch klar auf der Hand:

Der Bauherr oder Besitzer eines Eigenheimes weiß an welcher Stelle (Dämmung, Dach, Kellerdecke, Art der Heizung/Warmwasserbereitung) er investieren muß,  um entsprechend Energie zu sparen, also ob und wann sich eine Investition rechnet!

 

 

Energieträger in der Übersicht

Brennstoff Menge Energie(ca.) Preis(ca.) n Kosten bei
    kwh €/kwh   19000 kwh/a
Strom, normal 1 1 0,27 1                  5.130,00 €
Strom, WP cop 1 1 0,27 3        1.710,00€
Nachtstrom 1 1 0,24 1                  4.560,00 €
Flüssiggas 1l (0,53kg) 6,8 0,09 0,95                  1.795,00 €
Heizöl EL 1L 10 0,09 0,95                  1.795,00 €
Erdgas 1m³ 10 0,07 0,95                  1.400,00 €
Brennwert 1m³ 10 0,07 1,05        1.260,00 €
Holzpellets 1kg 4,9 0,06 0,85                   1.310,00 €
Holzbriketts 1kg 4,9 0,06 0,80                    1.367,00€
Scheitholz 1 rm 2100 0,05 0,80                   1.140,00 €
       
         

 

Quelle: Internet

n = cop-Zahl oder Wirkungsgrad des Heizgerätes

Die Tabelle zeigt die gängigsten Energieträger, die im Eigenheim in Frage kommen könnten(Heizung und

Warmwasser).  So ist es nicht immer sinnvoll den Energieträger zu wechseln, wenn dessen Potenzial noch

nicht vollständig genutzt wird.

       
   

H

Heizwert

siehe Brennwert

Heizwert-oder atmosphärische Kessel werden nur noch zur Holz-und Kohleverbrennung genutzt sowie als Kaminöfen.

L

Lohn

Offengelegte Kalkulationen findet man eher selten, ich versuche jedoch am Beispiel einer Werkstunde (Material stellt der Bauherr) den Weg vom Stundenlohn zum Stundensatz vereinfacht nachzuvollziehen.

Interessant auch für Existenzgründer!

 

 

entsprechender Angestelltenstundenlohn 3,79 11,25 14,75 15,50 19,00
monatl. Bruttogehalt 20 Arbeitstage 606 1.800 2.360 2.480 3.040
             
Monatsgehälter incl. Weihnachts/-Urlaubsgeld, Boni 13 13 13 13 13 Monate
entspr. Jahreseinkommen vor E-Steuern 7.883 23.400 30.680 32.240 39.520
monatl.Krankenversicherung, leider nur Privatversicherung (mit Eigenanteil) 450 450 450 450 450
jährl. Ausgaben zur Altersvorsorge, mind. 15%v. J-einkommen 1.182 3.510 4.602 4.836 5.928
entspricht  Monatseinkommen (vor E-Steuern) 108 1.208 1.723 1.834 2.349

jährl. Betriebsausgaben, Werkstatt, Büro, Kfz, Beiträge, Buchhaltung, Werkzeuge, Arbeits-

schutz, Weiterbildung, Büroausstattung, EDV,

12.000 12.000 12.000 12.000 12.000
betrieb. Versicherung, Software, Lizenzen, usw.usf.            
 ca.30 %vom JE, mind. 1000 /Monat!!!            
Mehrwertsteuer 19 19 19 19 19 %
 entsprechender Jahresumsatz (19% ans Finanzamt!) 23.661 42.126 50.789 52.646 61.309
jährl.Arbeitstage; 365-104 WE/-13 Feiertage/-5 Weiterbldg. 243 243 243 243 243 Tage
abzüglich Tarifurlaub eines Vergleichs-Angestellten 28 28 28 28 28 Tage
abzüglich durchschnittliche Krankheitstage 5 5 5 5 5 Tage
mögliche Arbeitstage 210 210 210 210 210 Tage
unternehmerisches Zeitausfallrisiko; Kundenberatung, Bau- 25 25 25 25 25 %
besprechung, Leerfahrten, Ausfälle…..            
fakturierbare Arbeitstage 157,5 157,5 157,5 157,5 157,5 Tage
ergibt Tagessatz (ohne MwSt) 126,24 224,76 270,98 280,89 327,11
Tagessatz (incl. MwSt) 150,23 267,47 322,47 334,26 389,26
tarifliche Arbeitszeit pro Tag 8 8 8 8 8 Std.
abzüglich "unbezahlte" Arbeit; techn. Berechnungen, 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 Std.
Recherchen, Bauplanung, Angebote            
effektive Arbeitsstunden pro Tag 6,5 6,5 6,5 6,5 6,5 Std.
ergibt Stundenlohn-und Kosten (ohne MwSt) 19,42 34,58 41,69 43,21 50,32
Wagnis ; "Lohn" für Unternehmerrisiko 0,58 1,04 1,25 1,30 1,51

und

Gewinn; Rückstellung für Investitionen (3%)

           
errechneter Stundensatz (ohne MwSt) 20,00 35,62 42,94 44,51 51,83

 

20,00€ : wird gern von Allroundhandwerkern genommen. Entspricht leider nur 3,79 € Stundenlohn
35,62€ : ergibt Mindestlohn Bau für ungelernte Mitarbeiter 11,25€
42,94€ : ergibt Mindestlohn Bau für gelernte Gesellen (Berufseinsteiger) 14,75€
44,51€ : Durchschnittslohn gestandener Geselle  15,50€
51,83€ : Handwerksmeister in betrieblicher Verantwortung, Mitarbeiterführung

 

 

Luft

in Heizungsanlagen wird bei zu geringem Anlagendruck eingebracht. Als Faustregel (annähernd!) gilt:

Höhe des Gebäudes+0,5 bar = Anlagendruck.

Ständiges Nachfüllen ,durch zB. defektes Ausdehnungsgefäß, trägt ebenfalls Sauerstoff (im Trinkwasser gebunden) in den Kreislauf ein.

Siehe auch: Ausfall von Heizflächen

W

Wärmepumpe

älteres elektrotechnisches Prinzip (Kühlschrankprinzip), reduziert bei elektrisch betriebenen Warmwasserzentralheizungen die Heizkosten.

Gilt in Deutschland entsprechend des EnEG als regenerative Energie.

 

Keller Haustechnik

Detlef Keller
Kolonie 2
01587 Riesa

 

Telefon: 03525-732738

0172 3788110

 


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